CTI/Unsere Initiative

Das Ziel der Charcoal Transparency Inititative is es umfassende Transparenz auf dem europäischen Holzkohlemarkt zu schaffen. Nur so kann die Zerstörung unserer Wälder und die Ausbeutung von Menschen aktiv und wirksam bekämpft werden.

Seit mehreren Jahren innoviert, informiert und warnt unsere Stiftung die wichtigsten Akteure des Sektors vor der Notwendigkeit, transparenter zu sein. In diesem undurchsichtigen Sektor ist Transparenz das wichtigste Instrument zur Bekämpfung von Entwaldung, Waldschädigung und Ausbeutung von Menschen die Holzkohle produzieren. Seitdem haben wir viele Fortschritte und Veränderugnen erreicht, doch gibt es noch viel zu tun...

Als Verbraucher müssen Sie darüber informiert sein, welche Holzart aus welcher Herkunft sich in Ihrem Holzkohlesack befindet. Siehe Holzkohlesackanalyse.

So wie Sie die Bestandteile von vielen Produkten kennen, gilt das selbe auch für Holzkohle. Indem Sie die Geschichte des Produkts genau kennen, können Sie sicher stellen das Sie eine verantwortungsvolle Wahl treffen, die seine negativen Auswirkungen auf Natur und Mensch begrenzt.

Seit mehreren Jahren zeigen wir den Zusammenhang zwischen Informationsmangel und ökologischen und sozialen Risiken auf. Als Verbraucher haben Sie die Möglichkeit, mehr Informationen über das Produkt zu erhalten, dass Sie kaufen. Indem Sie von den Marktakteuren mehr Transparenz verlangen, treten Sie aktive für eine gesteigerte Verantwortlichkeit des Holzkohlesektor ein. Ihre Produktwahl zählt.

Gleichzeitig arbeiten wir mit vielen Akteuren der Holzkohleindustrie zusammen, um ihnen zu helfen, verantwortungsvolle Produkte für die Verbraucher zu produzieren. In vier Jahren haben unsere Teams mehr als 150 Feldbesuche in fast 15 Ländern durchgeführt. Diese Besuche vor Ort dienen der Bewertung von Forstpraktiken, Herstellungsmethoden, Arbeitsbedingungen und Transparenz in der gesamten Lieferkette. Die Bewertung wird als Mittel eingesetzt, um die Holzkohleproduzenten auf ihrer Reise zu besseren Praktiken zu begleiten und Empfehlungen für konkrete Verbesserungen zu geben. Desweitern ermöglichen wir es den Produzenten die Geschichte ihrer Produkte zu erzählen.

Unser Ansatz geht über eine Zertifizierung hinaus und gilt speziell für Holzkohle. Wir verwenden kein Logo, das wir oft nicht transparent oder informativ genug finden. Stattdessen verwenden wir einen interaktiven Ansatz zur kontinuierlichen Verbesserung, um die Geschichte Ihres Produktes in Echtzeit zu aktualisieren. Unser Ansatz hilft dem gesamten Markt, sich in Richtung verantwortungsvoller Holzkohle zu bewegen.

Was:

Holzkohle wird aus Holz hergestellt, das meist direkt aus dem Wald kommt. Die Forstwirtschaft, als Grundlage für die Holzproduktion, ist ein wichtiges Glied der Holzkohlelieferkette. Die Art der Waldbewirtschaftung ist in den verschiedenen Teilen der Welt sehr unterschiedlich. Wir überprüfen, dass das Holz nicht aus abgeholzten oder nicht-nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. Eine nicht-nachhaltige Waldbewirtschaftung kann negative Auswirkungen auf Waldökosysteme haben.

Holzkohle kann auch aus Sägewerksnebenprodukten hergestellt werden. Dies sind holzige Nebenprodukte der holzverarbeitenden Industrie. Es ist wichtig zu wissen, woher die Sägewerksnebenprodukte stammen, um eine verantwortungsvolle Holzbereitstellung zu gewährleisten.

Wir bewerten, ob die Holzrohstoffe aus HCV-Gebieten (High Conservation Value), IFLs (Intact Forest Landscapes) oder abgeholzten oder degradierten Waldgebieten stammen und in der Roten Liste der IUCN, der CITES-Liste oder in lokalen Naturschutzgesetzen aufgeführt sind.

In Europa sollte das Holz für die Holzkohleproduktion entweder Brennholz (Holz von geringer Qualität) oder Holz mit kleinem Durchmesser sein, welches meist bei Durchforstungsarbeiten anfällt. Durchforstungsarbeiten dienen der Steigerung der Produktivität und Widerstandsfähigkeit von Wälder.

Nach unserem Verständnis ist es wichtig, die tatsächliche Holzproduktion zu sehen, um die regionale und lokale Forstwirtschaft und die Praktiken der Holzernte zu verstehen. So können wir das Holz von der Ernte im Wald bis zur Holzkohlefabrik verfolgen.

Dabei verfolgen wir unseren No-Deforestation-Ansatz, der es uns ermöglicht, proaktiv mit allen Interessengruppen zusammenzuarbeiten, die Holz für die Holzkohleproduktion bereitstellen. So stellen wir sicher, dass die Holzernte keine neagtiven Auswirkungen auf Fauna, Flora, Wasser, Boden und Arbeitssicherheit hat.

Warum:

Heute sind Wälder auf der ganzen Welt in Gefahr. In manchen Teilen der Welt, trägt der hohe Bedarf an Holz für die Holzkohleproduktion zu einer nicht-nachhaltigen Bewirtschaftung, Waldschädigung und Entwaldung bei. Dies wiederum hat negative Auswirkungen auf die Waldökosysteme, ihre Funktionen zur Wasser-, Luft- und Klimaregulierung und auf Menschen, die von Wäldern abhängig sind. Entwaldung und Waldschädigung machen 12 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen aus, daher ist es umso wichtiger zu wissen, woher Ihre Holzkohle kommt.

Die von uns verwendeten Holzkohlesäcke und die von uns geschätzten Wälder sind direkt miteinander verbunden. Jeder Holzkohlesack hat seinen Ursprung in einem Wald (Buschland, Agroforstwirtschaft usw.). In Europa stammt ein beträchtlicher Teil der Holzkohle aus Wäldern in tropischen und subtropischen Gebieten in Afrika oder Südamerika. Bedeutet das, dass die gesamte Holzkohle aus Afrika und Südamerika mit Entwaldung und Waldschädigung verbunden sind?

Nein, das hängt stark vom Land, der Art der Wälder und den Baumarten ab die für die Holzkohleproduktion verwendet werden. Um sicher zu gehen, dass diese Produkte nicht mit Abholzung verbunden sind, ist es sehr wichtig zu wissen, welche Baumarten Sie in Ihrem Holzkohlesackl finden. Wenn Sie keine Informationen dazu auf Ihrem Holzkohlesack finden, überlegen Sie genau ob Sie dieses Produkt kaufen wollen.

Wir glauben an eine Wald und Landentwicklung, die gut für Mensch, Natur und Wirtschaft ist. Um dieses Gleichgewicht zu erreichen, fordern wir alle auf, das was intakt ist, intakt zu lassen, das was wiederhergestellt werden kann wiederherzustellen und verantwortungsvoll mit unseren endlichen Waldressourcen umzugehen.

Wie:

Wir sind vor Ort und setzen unserern Ansatz zur kontinuierlichen Veresserung um. Wir wenden unsere CCS-Methodik (Charcoal Control System) an, um die Holzernte, Dokumente und Umweltauswirkungen auf den Wald zu überprüfen. Dies ermöglicht es uns, die Leistung unserer Partner bei der Bewältigung komplexer Probleme zu beobachten und sie auf ihrer Reise zu einer verantwortungsvolleren Produktion zu unterstützen.

Wir überprüfen, ob das Holz aus abgeholzten oder nicht nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt; eine nicht nachhaltige Waldbewirtschaftung kann negative Auswirkungen auf die Waldökosysteme haben.

Wir prüfen, ob die Holzrohstoffe aus HCV-Gebieten (High Conservation Value), IFLs (Intact Forest Landscapes) oder abgeholzten oder degradierten Waldgebieten stammen und in der Roten Liste der IUCN, der CITES-Liste oder in lokalen Naturschutzgesetzen aufgeführt sind.
 

Was wird bewertet:

Art des Holzrohstoffs: Säge-/Industrie-/Engergieholz, Sägewerksnebenprodukte, invasive Arten
Verwendete Arten: geprüft gegenüber IUCN Rote Liste, CITES, lokaler Artenschutz
Holzliefergebiet: nicht aus HCVs, IFLs, geschützen Gebieten, abgeholtzen und geschädigten Gebieten
Holzlieferradius : Distanz zwischen Einschlagspunkt und Produktionstätte
Rechtliche Bedingungen: Holzerntelizenz, Managementplan, Waldbesitzverhältnisse
Waldbewirtschaftung: Holzernteverfahren, Einflüsse auf Fauna, Flora Wasser-und Bodenhaushalt sowie Arbeitersicherheit
40 Bewertungspunkte mit einem Koeffizienten zwischen 1 und 5

Was:

Die Technologien für die Holzkohleproduktion unterscheiden sich erheblich, dies betrifft auch die Produktions- und Verwaltungseffizienz. Klar definierte und getrennte Produktionsprozesse helfen, den Weg vom Wald bis zum fertigen Holzkohleprodukt zu verstehen. Je nach verwendeter Technologie sind die Auswirkungen auf Wald und Klima sehr unterschiedlich. Unser Ziel ist es, allen Produktionsstätten zu helfen, effiziente Produktionsprozesse zu etablieren, die Umweltverschmutzung zu reduzieren und klare Qualitäts- und Rückverfolgbarkeitsprozesse zu implementieren.

Warum:

Die Holzkohleproduktion trägt zu globalen Treibhausgasemissionen bei. Leistungsschwache Produktionsprozesse können negative Umweltauswirkungen haben und sind oft wenig transparent. Dies kann zu qualitativ schlechten Produkten führen. Je nach verwendeter Technologie benötigt man 4 bis 12 Tonnen Holz um eine Tonne Holzkohle zu produzieren. Werden die Pyrolysegase während des Karbonisierungsprozesses wiederverwendet, sind die Emissionen sehr viel gering und die Ausbeute verbessert. Eine solche Art der Technologie verbraucht weniger Holz, für die selbe Menge Holzkohle im Vergleich zu weniger effizienten Technologien. Bei weniger effizienten Technologien kommt es somit zu größeren Belastungen von Wald und Umwelt

Klare Produktionsprozesse und ein starkes Ertragsmesssystem ermöglichen es uns, sicher zu stellen, dass die Fabrik tatsächlich die Mengen Holzkohle produziert die sie angeben und nicht aus anderen Gebieten Holzkohle dazukaufen, welche dann als in der Fabrik hergestellt deklariert wird.

Wie:

Wir sind vor Ort und setzen unserern Ansatz zur kontinuierlichen Veresserung um. Wir wenden unsere CCS-Methodik (Charcoal Control System) an, die es uns ermöglicht, interne Produktionsprozesse wie Holzlagerung und Holzaufbereitung, Karbonisierung, Kühlung und Stabilisierung zu überprüfen. Unsere Methodik vor-Ort soll den Fabriken helfen, Instrumente für die Rückverfolgbarkeit jedes Produktionschrittes (Holzernte und -aufbereitung, Produktion und Lieferung) zu implementieren. Unsere Hauptziele sind die Schaffung klarer Produktions- und Qualitätsmanagementprozesse. Wir bewerten die verwendete Technologie und schlagen Verbesserungen vor, um die Auswirkungen auf Wald und Luft zu reduzieren. Dieser Indikator ist essentielle für die Messung von Treibhausgasemissionen.
 

Was wird bewertet:

Rohstoffmanagement: Aufzeichnungen zu eingenhendem Holz, Organisation und Wartung des Holzlagers, Holzaufbereitung, Holztrocknung
Karbonisation: Befüllung der Öfen, Karbonisierungszeit und –temperatur, Art der Technologie, Nutzung der Pyrolysegase, Auswirkungen auf /Wasser/Boden/Luft, Energiebilanz
Kühlung und Stabilisation: Überprüfung der Kühlungs-- und Stabilisierungszeiten in den dafür vorgesehenen Arbeitsbereichen
Verpackung: Geräte, Produktionseinträge der produzierten Mengen, Standardisierung der Palletierung, Überwachung und Prüfung der Produktvorräte
Lieferung: Standardisierung der Lieferwagen, Transportdokumente, Distanze zum Endkunden
Rückverfolgbarkeit: Instrumente zur Prüfung der Rückerverfolgbarkeit für die einzelen Produktionsschritte
Ertrag zwischen Holz/Holzkohle: Menge an verwendeten Holz pro Ofen, tatsächliche Holzkohleproduktion pro Ofen, Volumen der Öfen, verwendete Baumarten
40 Bewertungspunkte mit einem Koeffizienten zwischen 1 und 5

Was:

Angemessene Arbeitsbedingungen, einschließlich angemessener Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen für die Arbeitnehmer und der Achtung der Arbeitnehmerrechte. Diese sollten respektiert werden.
Vor Ort überprüfen unsere Earthwormteams, ob die Arbeiter über eine angemessene Infrastruktur, geeignete Schutzausrüstung und regelmäßige Schulungen zu Gesundheit und Sicherheit verfügen. Wir prüfen, ob die Fabrik mit einem leistungsfähigen Feuerlöschsystem ausgestattet ist und ob Notfallverfahren implementiert sind. Wir stellen sicher, dass die Arbeitsvorschriften mit den nationalen, internationalen Gesetzen und Normen bezüglich der Arbeitnehmerrechte übereinstimmen und dass Zwangs- und Kinderarbeit von den Fabriken ausgenommen ist...

Warum:

Die genannten Probleme zeigen auf, dass die Holzkohleproduktion ein Risiko für Ausbeutung von Menschen darstellen kann. Holzkohle bleibt in vielen Teilen der Welt ein informeller Sektor, & Respekt vor dem Menschen ist der Schlüssel, um als verantwortlich angesehen zu werden. Wir müssen sicherstellen, dass die verkaufte Holzkohle nicht mit schlechten Praktiken in Verbindung gebracht wird. Mehr über unseren Ansatz No Exploitation/Respect erfahren Sie hier: https://www.earthworm.org/our-work/areas-of-work/respected-workers

Wie:

Wir sind vor Ort und setzen unserern Ansatz zur kontinuierlichen Veresserung um. Wir wenden unsere CCS-Methodik (Charcoal Control System) an, um die Arbeitsbedingungen und die Achtung der Menschenrechte in Holzkohleproduktionsanlagen zu bewertet.
Wir nehmen Prüfungen zu den Arbeits- und Sicherheitsbestimmungen innerhalb der Fabriken vor, wir interviewen Arbeiter und kontrollieren ob ihrer Verträge und Gehaltsabrechnungen den nationalen Gesetzmäßigkeiten entsprechen.
 

Was wird bewertet:

Feuerlöschsystem: Wasserreservoir, Feuerlöscher, Pumpen, Rohre und Warnzeichen
Schutzausrüstung: Schutzbrillen,-Schutzmasken, Schutzhelme sowie das Lüftungssystem
Training: Bezieht sich auf die jeweilige Position des Arbeiters, Sicherheitstrainings und Erste-Hilfekasten
Arbeitsplatzbedingungen: Aufenthaltsräume, Duschen, Toiletten, Umkleiden
Arbeiterrechte: Überprüfung der Arbeits- und Überstundenregelung, Gehaltsabrechnungen, Krankenversicherung, Urlaubsansprüche etc.
35 Bewertungspunkte mit einem Koeffizienten zwischen 1 und 5

Was:

Dieser Wert gibt die Transparenz der Lieferkette vom Wald bis zum Kunden an: Jedes Glied der Lieferkette wird identifiziert; alle Waren vom eingehenden Holz bis zur ausgehenden Holzkohle werden quantifiziert.
Eine transparente Lieferkette muss die folgenden Kriterien erfüllen: Alle Lieferanten von Rohstoffen (Holz- und Sägewerksnebenprodukten) werden durch ausreichenden Unterlagen (Art und Ort der Holzernte, Ernteunterlagen) identifiziert. Der Transport des Rohmaterials muss transparent, vollständig dokumentiert und legal sein. Innerhalb der Fabrik müssen Rückverfolgbarkeitsprozesse vorhanden sein, um das Holz vom Eingang in die Fabrik bis zur endgültigen Holzkohle in Holzkohlesäcken zurückverfolgen zu können. Die Mengen der produzierten und gelieferten Holzkohle müssen ersichtlich sein und übereinstimmen. Wir bestehen auf dokumentierten Holzkohletransaktionen und Transportmechanismen von Produktionsanlagen zu den Holzkohlehändlern und von den Händlern bis zum Einzelhandel.

Warum:

Das weltweite Holzkohlegeschäft bleibt im Allgemeinen informell und undurchsichtig. Nicht alle Holzkohleproduzenten und -händler notieren auf ihren Produkten das Herkunftsland und/oder die Arten, aus denen ihre Holzkohle hergestellt wird. Die Holzeinkaufsprozesse können unklar sein und die Legalität ist nicht immer gewährleistet. Die Hersteller können auch Holzkohle verpacken, die von anderen Orten als ihrer eigenen Produktionsstätte stammt, ohne sie zu deklarieren. Die Forderung nach mehr Transparenz ist der Schlüssel, um schlechte Praktiken in verantwortungsvollere umzuwandeln.

Wie:

Unsere Methode ist es, den gesamten Sektor für mehr Transparenz zu gewinnen. In Bezug auf den Einzelhandel sammelt Earthworm Transparenz, erst bis zum Produzenten und dann bis zum Ursprung des Holzes im Wald. Es ist wichtig, genau zu bestimmen, wo das Holz in Holzkohle umgewandelt wird. Ohne diese Transparenz ist keine Verbindung zum Wald möglich. Sobald die Lieferkette kartiert ist, gehen unsere Earthwormteams vor-Ort, um unseren CCS-Ansatz umzusetzen. Dieser beinhaltet die Überprüfung der Holztransportdokumente, des internen Rückverfolgbarkeitssystems, der Holzkohlelieferdokumente, der Kohärenz zwischen Produktionsausbeute und Produktionskapazität, der gelieferten Holzkohlemengen usw.... Viele Kontrollpunkte innerhalb der gesamten Lieferkette, mit einem Fokus auf Mengenangaben werden bewertet. Dies ermöglicht es uns sehr genaue Transparenzindikatoren über die Holzkohleproduktion zu erhalten.
 

Was wird bewertet:

Kartierung der Lieferkette : Identifizierbarkeit und Wissen über jedes Glied der Lieferkette
Grad der Informationen über die Rohstofflieferanten: Indetifizierbarkeit aller Rundholz- und Sägewerksnebenproduktlieferungen, Holzeinkaufpraktiken
Holztransport: Transport und Zertifizierungsdokumente, Volumenprüfmethode für eingehendes Holz
Menge der an den Händler gesendeten Endprodukte: Liefer- und Transportdokumente
Liefermengen der Endprodukte an den Einzelhändler:
Quantity of end products delivered to the retailer: Liefer- und Transportdokumente
30 Bewertungspunkte mit einem Koeffizienten zwischen 1 und 5

Die Gründe für verantwortungsvolle Holzkohle Globale Probleme


Warum? : Die Gründe für verantwortungsvolle Holzkohle

- Wälder bedecken ungefähr 30%der Landfläche unserer Erde: Wälder bedecken ca. 30% der weltweiten Landfläche. Drei Prozent der weltweiten Waldfläche ging zwischen 1990 und 2005 verloren, vor allem in tropischen und subtropischen Regionen. Die Entwaldungsrate hat sich in den letzten 20 Jahren nicht signifikant verringert.

- 1.6 Millarden Menschen sind auf Wälder angewiesen: mehr als 25% der Weltbevölkerung sind für ihren Lebensunterhalt auf Waldressourcen angewiesen. Die meisten von ihnen (1,2 Milliarden) nutzen Bäume um Nahrung und Geld zu erwirtschaften.

- 50% des weltweit geernteten Holzes wird als Brennholz verwendet: 3.7 Millarden m3 Holz werden jährlich aus den weltweiten Wäldern entnommen. (2015) 1.86 Millarden m3 Holz werden als Brennholz genutz, von diesen werden 17% direkt in Holzkohle umgewandelt

- Die Holzkohleproduktion trägt zur Waldschädigung und Entwaldung in tropischen und subtropischen Regionen der Welt bei. Die Holzkohleproduktion erfolgt hauptsächlich in Ländern, in denen Waldschäden und Entwaldung als Bedrohung für die Waldökosysteme gemeldet werden. Unter Waldschädigung versteht man die Verringerung der Liefer- und Dienstleistungsfähigkeit eines Waldes (FAO 2015 ) und unter Entwaldung die Umwandlung von Wald in andere Landnutzungsformen oder die dauerhafte Reduzierung der Baumkronenabdeckung unter die Mindestschwelle von 10 Prozent. Entwaldung bedeutet den langfristigen oder dauerhaften Verlust der Waldfläche und impliziert die Umwandlung in eine andere Landnutzungsform (FAO 2015 Terms).

- Je nach Technologie werden zwischen 4 und 12 Tonnen Holz zur Herstellung einer Tonne Holzkohle verwendet. Je nach Technologie, Baumart und klimatischen Bedingungen variiert die Holzmenge, die für die Herstellung einer Tonne Holzkohle verwendet wird stark.

- Die Holzkohleproduktion trägt zu 2-7% der globalen Treibhausgasemissionen bei, meist wegen nicht-nachhaltiger Holzernte und ineffizienten Technologien: Entlang der Wertschöpfungskette von Holzkohle sind ineffiziente Produktionstechnologien und nicht nachhaltige Holzernte die Hauptursachen für Treibhausgasemissionen. Eine Umstellung von traditionellen Öfen auf hocheffiziente moderne Öfen könnte die Treibhausgasemissionen in dieser Phase der Wertschöpfungskette um 80 Prozent senken (FAO2017).

- Die gloable Holzkohleproduktion stieg zwischen den Jahren 2005 und 2015 um 19% an. Die weltweite Nachfrage nach Holzkohle wird weiter steigen, da das Bevölkerungswachstum, die Urbanisierung und die relativen Preise alternativer Energiequellen im Vergleich zu Holzkohle einen verstärkenden Effekt haben.

- In Europa wird Holzkohle hauptsächlich zum Grillen verwendet. Im Jahr 2017 importierte die Europäische Union 650.000 Tonnen Holzkohle, 59 Prozent davon aus tropischen oder subtropischen Ländern

1 https://ec.europa.eu/clima/policies/forests/deforestation_hr
 
 

Das Problem der Industrie -Intransparenz


Als die Earthworm Foundation 2012 ihre Arbeit auf dem europäischen Holzkohlemarkt aufnahm, war Intransparenz ein bestimmendes Marktelement. Die Intransparenz trat und tritt in verschiedenen Formen, an verschiedenen Stellen der Lieferkette auf. Vom illegalen Holzhandel und fehlenden Unterlagen über Zertifizierungsbetrug bis hin zu fehlenden Informationen auf Holzkohlesäcken.
 

Unserer Lösung – Transparenz



Die Earthworm Foundation hat aktiv zahlreiche Marktakteure mobilisiert. Zunächst verlagerte sich der französische Holzkohlemarkt in Richtung transparenterer Geschäftspraktiken, gefolgt von anderen europäischen Märkten wie Belgien und Deutschland. Seitdem, ist dank der Bemühungen unserer Partner eine wachsende Nachfrage nach verantwortungsvoller Holzkohle auf den europäischen Holzkohlemärkten zu beobachten.